Stadt-Zürich: Ab 2020 Sex-Salons auch in Wohnquartieren erlaubt

Kleine Sexsalons sind neu auch in Wohnzonen mit über 50 Prozent

Stadt-Zürich: Ab 2020 Sex-Salons auch in Wohnquartieren erlaubt
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Wohnanteil zugelassen. Die dafür notwendige Anpassung der Bau- und Zonenordnung ist am 6. Januar 2020 in Kraft getreten.

Bei der Beratung der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) im Jahr 2016 hatte der Gemeinderat beschlossen, dass sexgewerbliche Kleinstsalons künftig auch in Wohnzonen, in denen der Wohnanteil über 50 Prozent liegt, möglich sein sollen. Kleinstsalons bestehen aus maximal zwei Räumen, in denen nicht mehr als zwei Prostituierte arbeiten. Mit der Inkraftsetzung der dafür notwendigen Anpassung der BZO per 6. Januar 2020 ist dieses Begehren nun umgesetzt.

In sexgewerblichen Kleinstsalons sind die Prostituierten besser vor Zwangsprostitution und Ausbeutung geschützt. Darin war sich der Gemeinderat bei der Beratung einig. Die Prostituierten können in der Regel wirtschaftlich unabhängig und selbstverantwortlich arbeiten. Mit der Anpassung der BZO soll die Liberalisierung dieser Gewerbeform nun auch planerisch ermöglicht werden, was den Prostituierten mehr Spielraum bei der Standortwahl gibt. Eine Nutzungsänderung von Räumen braucht aber weiterhin eine Baubewilligung.

Der Stadtrat von Zürich hatte hingegen zu bedenken gegeben, dass eine Verbreitung dieses Gewerbes in die Wohnzonen die Wohnbevölkerung beeinträchtigen könnte. Insbesondere dann, wenn mehrere Kleinstsalons in eine Liegenschaft ziehen würden. In der baupolizeilichen Bewilligungspraxis wird deshalb nun ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der jeweiligen Wohnanteilspflicht gelegt werden.

(Stadt-Zürich)

Am Tag der heiligen drei Könige überraschte der links-grüne Zürcher Gemeinderat die Bürger mit der neuen Zonenordung 2020. Üblicherweise  kämpft dieser gegen Verkehr in den Strassen Zürichs mit dem Ziel einer Fahrradstadt. Offensichtlich setzt der Gemeinderat seine gesamte Power auf den privaten Verkehr; auf dass sich die Balken biegen.

Die Resonanz der Leser von Online-Portalen auf die kommenden Minipuffs (elegante Sex-Salons) richtet sich mehrheitlich gegen kleinkarierte Bürger, welche gegen den Beschluss des Gemeinderates die Moralkeule schwingen. Ein Witzbold beruft sich auf die Gretamania und betont, dass die neue Zonenordnung in Zürich im Sinne des Umweltschutzes gefällt worden sei. Denn dank dieser liessen sich viele Transportwege sparen.

(xxxmagazin)

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