Seitensprung-Geständnis: Nur jeder Dritte möchte mit der schonungslosen Ehrlichkeit konfrontiert werden

Nachdem der Rapstar Jay-Z auf seinem neuen Album einen Seitensprung

Seitensprung-Geständnis: Nur jeder Dritte möchte mit der schonungslosen Ehrlichkeit konfrontiert werden
Quelle: pixaba.com, Creator: Free-Photos

zu beichten scheint, fragen sich viele: Wie viel Ehrlichkeit verträgt eine Partnerschaft? Und möchten Betroffene tatsächlich über einen unbedeutenden Seitensprung ihres Partners informiert werden? Oder kann Unwissenheit sogar vor einem irreparablen emotionalen Beziehungsschaden schützen? Die Seitensprung-Fibel.de hat das Marktforschungsinstitut Toluna beauftragt, 1.010 Frauen und Männer zu befragen, ob Betroffene über einen einmaligen Seitensprung aufgeklärt werden möchten. Die Antworten auf die Umfrage bringen Überraschungen mit sich.

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß – Gründe für das Nicht-Wissen-Wollen (Mehrfachantworten)

Ehrlichkeit um jeden Preis! Obwohl diese Meinung 32 Prozent der Befragten vertreten, ist die Mehrheit (52 Prozent) sich sicher, von einem bedeutungslosen Einmal-Ausrutscher nicht erfahren zu wollen. Die Gründe sind vielseitig: Jeder Dritte (31 Prozent) möchte beispielsweise seine Partnerschaft vor Streit, Tränen und Schmerz schützen. 28 Prozent möchten grundsätzlich vom Seitensprung nicht erfahren, solange der Einmal-Ausrutscher nicht in eine dauerhafte Nebenbeziehung mündet. Jeder Fünfte (21 Prozent) ist nicht bereit, die emotionale Last zu tragen – das schlechte Gewissen müsste der fremdgegangene Partner schon mit sich selbst ausmachen. 20 Prozent sind überzeugt, dass eine Seitensprung-Beichte niemandem nutzt und die Beziehung/Familie unnötig auf eine harte Probe stellt. Und 19 Prozent sehen es pragmatisch: Im umgekehrten Fall würden sie ihr schlechtes Gewissen aus Rücksicht auf den Partner ebenfalls nicht mit einer Beichte erleichtern wollen.

Je lebenserfahrener, desto geringer der Wunsch nach schonungsloser Ehrlichkeit

Die Umfrage zeigt, dass Frauen (36 Prozent) eher schonungslose Aufklärung fordern als Männer (26 Prozent). Mit dem Älterwerden kommt aber die Gelassenheit. Sind es in der Altersgruppe der 18-25-Jährigen noch die Hälfte der Frauen (50 Prozent) und immerhin 36 Prozent der Männer, die nichts als die pure Wahrheit über das Fremdgehen ihres Partners erfahren wollen, so möchten bei den über 55-Jährigen nur noch vergleichsweise wenige Frauen (16 Prozent) und Männer (17 Prozent) mit einer schonungslosen Seitensprung-Beichte konfrontiert werden.

Ein Fremdgeh-Abkommen haben die Wenigsten – dafür sind offene Beziehungen auf dem Vormarsch

Gerade mal 7 Prozent der Deutschen sind auf den Ernstfall vorbereitet und haben eine Abmachung mit dem Partner getroffen. Davon ist die Hälfte einig, den Seitensprung im Falle des Falles nicht zu beichten. Und für 5 Prozent der Befragten stellt sich die Frage der Beichte nicht, da in der Partnerschaft ausdrücklich keine Monogamie vereinbart wurde und Sex mit anderen Partnern erlaubt wird.

(Seitensprung-Fiebel)

Das ist auch interessant: