Pattaya im Frühjahr 2020

Eigentlich wollten fröhliche Menschen in den Straßen Thailands den Jahreswechsel feiern und sich gegenseitig mit Wasser bespritzen. Mönche wollten in religiösen Zeremonien Buddha-Statuen mit geweihtem Wasser waschen und Opfergaben darbringen. Familien wollten ihre betagten Angehörigen besuchen, ihnen durch

Pattaya im Frühjahr 2020
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zeremonielle Handwaschungen und Geschenke auf traditionelle Weise die Ehre erweisen und deren Segen empfangen. Unzählige Frauen aus den Bars von Pattaya hofften wegen der vielen zusätzlichen Touristen auf mehr Umsatz als im Rest des Jahres. Doch dieses Jahr ist alles anders.

„Das Neujahrsfest Songkran ist normalerweise ein umsatzstarkes Fest”, erklärt Tobias Schüßler, Gründer der Hösbacher Global Micro Initiative e.V. (GMI), „nicht so in diesem Jahr. Songkran wurde zum Schutz der Bevölkerung seitens der Regierung auf eine Zeit nach der Corona-Krise verschoben, alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte geschlossen, eine Ausgangssperre verhängt und Reisebeschränkungen eingeführt. Keine Touristen und geschlossene Bars bedeuten kein Umsatz für die dort arbeitenden Frauen, sodass viele von ihnen ihr Zimmer in den Bars räumen mussten und jetzt ohne Obdach und ohne Einnahmen leben. Viele dieser Frauen sind verzweifelt. Ihnen bleibt wegen der Reisebeschränkungen nicht einmal die Möglichkeit, nach Hause zu ihren Familien in den Dörfern zu fahren.”

Gemeinsam mit der thailändischen Organisation Tamar Center hilft GMI seit einigen Jahren Frauen aus den Bars, die ein neues Leben abseits der Prostitution beginnen möchten.

(global-micro-initiative.de)

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