Arme schwedische Männer – Lustkiller Einwilligungsgesetz

Am 01. Juli 2018 wurde in Schweden das „Einwilligungsgesetz“ in Kraft gesetzt,

Arme schwedische Männer – Lustkiller Einwilligungsgesetz
Quelle: pixabay.com, Creator: WilliamCho

welches vorscheibt, dass vor einem einvernehmlichen Beischlaf beide Partner ausdrücklich und klar erkennbar dem Geschlechtsverkehr zustimmen müssen. Der vorgängige Weg zur Erfüllung des “korrekten juristischen Aktes” entwickelt sich zum Lustkiller par excellence.

Schwedischen Partnern drohen ohne ausdrückliche Einwilligung eine Verurteilung wegen Vergewaltigung

Schwedischen Medien zufolge sollen bereits sechs Männer wegen des Straftatbestandes der „unachtsamen Vergewaltigung“ zu Gefängnisstrafen verurteilt worden sein. Leider ist trotz des Gesetzes noch nicht 100 Prozent klar, wie sich eine rechtlich „verbale“ oder „nicht verbale“ Zustimmung definiert. Soll deshalb Frau / Mann Formulare – im Falle eines Falles – zu Hause haben, um vorgängig mit Bild, Ausweisnummer, … und Unterschriften beider Parteien versehen werden? Oder wäre ein Videobeweis ratsam, trotz der Gefahr des Vergehens wegen (nachträglich erhobener) Verletzung der Persönlichkeitsrechte gegen einen in Ungnade gefallenen Partner? Das Gesetz brachte mehr Verwirrung, denn Sinn:

  • Was passiert, wenn das ausdrückliche „Ja“ Tage / Wochen / Monate / Jahre nach dem Akt durch den Partner „vergessen“ worden ist? Wie kann sich die /der Beschuldigte verteidigen?
  • Gilt das ausdrückliche „Ja“ für eine Minute, einen Monat, …? Oder nur für „das eine Mal“?

Das schwammige Gesetz sorgt für viel Arbeit von (Gerichts-)Psychologen, Anwälten und Gerichten. Besonders für Anwälte und Psychologen haben sich neue Einnahmequellen eröffnet. Die Überwachung und Aushorchung der Bürger und ihrem Privatleben schreitet parallel dazu munter voran.

Einwilligungserklärung – Lösungsansatz Handy-App

App-Entwickler und –Anbieter: App Stores von Apple und Google bieten solche Apps bereits ab Inkrafttreten des Gesetzes an. An vorderstes Front dabei ist der österreichische App Entwickler “Start it App S.K.C. GmbH” mit seiner „I will App“ welche die Wahl von drei „Erklärvarianten“ vorsieht. Nämlich das Video, das Sprachmemo oder die Unterschrift. …erst dann kann losgelegt werden (falls die Beteiligten immer noch Lust verspüren). Die App sieht vier Gründe einer Einwilligungserklärung vor, nämlich GV, Liebe, Verlobung oder Freundschaft; ja den richtigen Vertragsgrund wählen, sonst kann “der Fall” beim Anwalt / Richter enden. Auch bei einem Verlust des Passwortes (kein PW-Recovery) oder des Handys ist der Beschuldigte seinem Schicksal ausgeliefert.

(xxxmagazin)

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